In der Schweiz haben wir es bekanntlich gut. Wir haben sehr liberale Gesetzte in Bezug auf die Einspeisung ins Kabelnetz, aber das passt Swissperform nicht – sie wollten uns BBC nehmen aber sind gescheitert. Die Privatsender-Lobby hat zum Glück versagt.
Die Programme werden über 28.2 Grad Ost ausgestrahlt mit einem Spotbeam. Dies bedeutet, dass das Signal des Satelliten primär auf die Grossbritannien zeigt. Im Rest von Europa ist der Satellit mit mehr oder weniger Aufwand zu sehen. So reicht in Basel schon eine Sky Minidish, in Spanien benötigt man 2.5 Meter. Wohl war der Aufwand beim alten Satelliten Astra 2D zu klein also wollte man das Signal ausserhalb der britischen Inseln abschwächen.
Jetzt gibt es aber einen neuen Satelliten und viele fragten sich, wie sich das Signal verändert. Damit wir BBC behalten dürfen, müsste er mit marktüblichen Geräten empfangbar sein. Man spricht hier von einer 1 Meter Schüssel.
Je weiter im Osten ist die Situation prekärer und es ist auch mit viel Aufwand kein Empfang mehr möglich. Offenbar hat man viel daran gesetzt, Skandinavien auszusperren.
In der Schweiz haben wir offenbar Glück. Selbst mit einer kleinen Multytenne klappt der Empfang noch einigermassen. Wir hätten aber noch viel Reserve bis zu einem Meter. Zudem scheitert der Empfang mit einer Mutlytenne oftmals, wenn sie nicht richtig ausgerichtet ist. Gerade am Rand der Zone muss man die Schüssel also gut ausrichten und auch gute Komponenten werden. Dies läuft aber noch immer unter marktüblich.
Somit werden wir auch in den nächsten Jahren BBC sehen können. Hoffen wir, dass auch der Nachfolger von Astra 2F die Schweiz nicht ausschliessen wird.
Sollten irgendwann die Programme aus UK nicht mehr via Kabel oder SCTV empfangbar sein, würde ich mir keine Sat-Schüssel zulegen, sondern einen UK VPN-Provider und damit die Programme via BBC iPlayer (& Co.) auf den Fernseher spielen.